Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Nicht alle Beschwerden im Analbereich haben Hämorrhoiden als Ursache. In jedem Falle sollte daher bei wiederholt auftretenden oder anhaltenden Symptomen der Hausarzt oder ein Proktologe, ein Arzt für Enddarmerkrankungen, aufgesucht werden.

Häufig handelt es sich um Entzündungen, wie z.B. bei Ekzemen im Afterbereich und bei Einrissen der empfindlichen Analschleimhaut, oder um harmlose Hautläppchen, sogenannte Marisken. Ernste Erkrankungen sind jedoch sehr selten.

Wenn sich der Verdacht auf Hämorrhoiden bestätigt, ist es zudem wichtig, festzustellen, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet. Denn in den schwereren Stadien 3 und insbesondere 4 ist über kurz oder lang oft eine Operation der sinnvollste Weg.

Welche Untersuchungen macht der Arzt?

Man braucht übrigens keine Furcht vor den Untersuchungen zu haben. Diese sind zwar etwas unangenehm, aber kurz und in der Regel nicht schmerzhaft. Zur Untersuchung des Analkanals wird meist ein optisches Instrument, Rektoskop genannt, wenige Zentimeter eingeführt.Mit diesem kann sich der Arzt ein genaues Bild über Ihren Enddarm machen. Zur Vorbereitung kann eine Stunde vorher ein Abführmittel (Zäpfchen oder Klistier) verabreicht werden. Dies ist aber nicht zwingend notwendig. Die Untersuchung selbst erfolgt im Liegen – meistens in Linksseitenlage oder in Knie-Ellenbogen-Lage auf einem speziellen Rektoskopie-Tisch. Zur Entfaltung der Schleimhaut kann über das Instrument ein wenig Luft in den Darm eingeblasen werden. Schon nach fünf bis zehn Minuten ist alles überstanden.