Welche Medikamente gibt es?

Zur Symptombefreiung kommen lokal zu verabreichende Medikamente wie Salben und Zäpfchen zur Anwendung. Arzneimittel zum Einnehmen haben bei der Hämorrhoidentherapie heute fast keine Bedeutung mehr.

Bei der Behandlung gibt es verschiedene Wirkprinzipien.

Hamamelis-haltige Arzneimittel

Diese enthalten eine Zubereitung aus Teilen der Hamamelis-Pflanze, einem Zaubernuss-Gewächs. Besonders hat sich Hametum® (Hametum® Hämorrhoidensalbe und Hametum® Hämorrhoidenzäpfchen) bei der Hämorrhoiden-Therapie bewährt.

Mit seiner juckreizlindernden und entzündungshemmenden Wirkung ist Hametum® für die Behandlung von Hämorrhoiden besonders gut geeignet. Hametum® ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und aufgrund seiner guten Verträglichkeit auch auf Dauer anwendbar.

Kortisonhaltige Arzneimittel

Diese rezeptpflichtigen Präparate wirken stark entzündungshemmend, dürfen aber nur kurzfristig angewendet werden. Denn Kortison unterdrückt die körpereigenen Abwehrkräfte und begünstigt
so Infektionen durch Bakterien, Pilze und Viren, die für neue Entzündungen verantwortlich sein können. Deshalb dürfen diese Präparate bei bestehenden Infektionen nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch den Arzt angewendet werden. Zu häufiger Gebrauch kann zudem dazu führen, dass die Analschleimhaut immer dünner und anfälliger für Reizungen wird.

Betäubungsmittelhaltige Arzneimittel

Die Wirkung dieser teils rezeptpflichtigen, teils rezeptfreien Zubereitungen liegt darin, die Weiterleitung der Missempfindungen und Schmerzreize über die Nerven zu hemmen. Über wenige Stunden – bis zur nächsten Anwendung – kann so eine deutliche Unterdrückung der Schmerzen erzielt werden.
Allerdings dürfen auch diese Präparate nur kurzfristig angewendet werden. Nachteilig ist weiterhin, dass sie zwar schmerzhemmend, aber nicht entzündungshemmend wirken.

Bufexamac-haltige Arzneimittel

Der Vertrieb dieser Medikamente, die eine juckreizstillende und entzündungshemmende Wirkung aufwiesen, wurde im Mai 2010 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verboten. Hintergrund waren häufige, zum Teil schwere Allergien, die zu einer negativen Bewertung von Nutzen und Risiko führten. In einigen Ländern können solche Präparate auch heute noch am Markt sein. Von einer Anwendung ist abzuraten.