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Hämorrhoiden vorbeugen

Wie können Hämorrhoiden vorgebeugt werden?

Hämorrhoiden können viele Ursachen haben. Sie treten häufig durch zu starkes Pressen beim Stuhlgang aufgrund chronischer Verstopfung auf, können aber auch die Folge eines schwachen Bindegewebes, einer Schwangerschaft oder Übergewicht mit mangelnder Bewegung sein.

Wir geben Ihnen Tipps an die Hand, wie Sie Hämorrhoiden vorbeugen und ein Hämorrhoidalleiden vermeiden können.

 

Sportliche Tipps für den Alltag:

  • Nehmen Sie die Treppe statt des Lifts.
  • Benutzen Sie anstelle Ihres Autos häufiger Ihr Fahrrad.
  • Steigen Sie einfach einmal zwei Bushaltestellen vor dem Ziel aus.
  • Gehen Sie nach dem Abendessen eine Runde an die frische Luft.

 

Welcher Sport hilft bei Hämorrhoiden?

Regelmäßige Bewegung und Sport sind gut für unser körperliches Wohlbefinden. Sie fördern die Durchblutung aller Organe und bringen auch einen trägen Darm in Schwung. Ideale Sportarten sind Schwimmen, Wassergymnastik oder Walken. Nicht empfehlenswert sind Radfahren, Reiten, Rudern, Gewichtheben oder Sportarten, die den Beckenboden durch intensives Springen stark belasten, z. B. Joggen, Aerobic oder Ballsportarten wie Tennis, Squash, Badminton, Volleyball oder Basketball.

Frau und Mann wandern mit Rücksäcken auf einem Wanderweg in der grünen Natur.

    Der besondere Tipp: Training für die Schließmuskulatur

    Eine straffe Muskulatur entlastet die Hämorrhoiden. Durch einfache Übungen kann man hier gezielt trainieren. Wer beispielsweise täglich 20- bis 30-mal im Rhythmus von zwei bis drei Sekunden die Aftermuskulatur zusammenzieht und wieder erschlaffen lässt, kann bereits die Schließmuskulatur stärken. Probieren Sie es aus, die Übung kann überall unbemerkt durchgeführt werden.

    Die richtige Ernährung bei Hämorrhoiden

    Die richtige Ernährung kann bei Hämorrhoidalleiden die Behandlung unterstützen und zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome führen. Das Ziel ist ein nicht zu fester Stuhl und damit eine erleichterte Darmentleerung ohne starkes Pressen. Die Umsetzung ist meist gar nicht so schwer, auch wenn man Lebensgewohnheiten nicht von heute auf morgen ändern kann.

    Setzen Sie sich realistische Ziele, die Sie im Alltag gut umsetzen können. Nehmen Sie sich hierfür die Zeit, die Sie persönlich brauchen. Gönnen Sie sich eine kleine Belohnung für die Erfolge während der Umstellung und setzen Sie sich jede Woche ein neues Ziel.

    Hier ein paar Tipps:

    Uhr als Tellerersatz zwischen Gabel und Messer

    1. Regelmäßig essen

    In der ersten Woche ist Ihr Soll erfüllt, wenn Sie darauf achten, regelmäßig zu essen. Drei bis fünf kleinere Mahlzeiten sind ideal, möglichst zur etwa gleichen Uhrzeit und möglichst nicht nach 20 Uhr. Der Grund: Regelmäßiges Essen fördert eine regelmäßige Verdauung. Zu spätes Abendessen wird nicht vollständig verdaut, weil der Körper bestimmte Funktionen nachts "herunterfährt". Während der Nachtruhe stehen Regenerationsprozesse, nicht die Energiegewinnung aus der aufgenommenen Nahrung im Vordergrund.

    Früchte wie Orange, Papaya, Äpfel und Nüsse und Getreide und Brotscheiben

    2. Ballaststoffreich, aber nicht blähend essen

    Alles, was den Darminhalt weicher macht und damit den Stuhlgang erleichtert, kann bei einem Hämorrhoidalleiden empfohlen werden. Das lässt sich mit ballaststoffreicher Kost recht einfach umsetzen. Ballaststoffe finden sich in Gemüse und Salat. Diese sind schnell zubereitet und sollten mittags und abends auf dem Speiseplan stehen. Morgens darf es gerne Obst sein, entweder im Müsli oder zum Brötchen, wobei Vollkornprodukte bevorzugt werden sollen. Als Faustregel gilt jedoch: Alles, was Blähungen verursacht, sollte vermieden werden. Dazu zählen Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen oder Bohnen, ebenso rohe Zwiebeln.

    Blonde Frau trinkt aus einem Glas mit klarem Wasser

    3. Ausreichend trinken

    Zwei Liter Flüssigkeit am Tag können bereits zu einer besseren Verdauung beitragen. Im Alltag vergisst man oft das Trinken und abends lässt sich das Defizit dann nicht mehr aufholen. Stellen Sie sich deshalb täglich eine Flasche Wasser oder eine Kanne Tee an den Arbeitsplatz und eine weitere in die Küche, die am Abend beide leer sein sollten. Kräutertees sind neben stillem Mineralwasser empfehlenswert, wohingegen kohlensäurehaltiges Wasser Blähungen begünstigt.

    Mann sitzt in Freizeitkleidung auf einem braunen Ledersofa mit einer Colaflasche in der rechten Hand und einem Teller mit einem Burger auf dem Schoß und einem Chip in der linken Hand und schaut Fernsehen

    4. Gesunde Ernährung

    Stellen Sie Ihre Ernährung um, das entlastet nicht nur den Organismus, Sie verlieren auch Pfunde und auch das hilft wiederum der natürlichen Hämorrhoidenfunktion. 

    Der besondere Tipp:

    Bevorzugen Sie möglichst natürliche Lebensmittel, keine Fertigprodukte.

    Vermeiden Sie:

    • Butter und Schmalz – besser hochwertiges Öl (Rapsöl, Olivenöl)
    • Wurst – besser kurz angebratenes Hühnerfleisch oder Fisch
    • scharf gewürzte Speisen - stattdessen mit Kräutern würzen
    • frittierte Lebensmittel – besser gekochte oder dampfgegarte Kartoffeln 
    • Schokolade und Süßigkeiten im Allgemeinen – Gummibärchen sind erlaubt
    • Brot, Brötchen aus Weißmehl, Laugengebäck – besser Vollkornprodukte
    • Chips, Knabberzeugs – naturbelassene Mandeln in kleinen Mengen sind der bessere Snack
    • Fast Food – verwöhnen Sie sich mit frisch zubereiteten Speisen

    Über Hämorrhoiden spricht niemand gerne. Doch je früher behandelt wird, desto besser können die Symptome bekämpft werden.

    Machen Sie jetzt den Hämorrhoidenselbsttest und erfahren Sie, ob Sie bereits ein Hämorrhoidenproblem haben.