Pflichtangaben: Hametum® Wund- und Heilsalbe. Wirkstoff: Hamamelisdestillat. Anwendungsgebiete: Leichte Hautverletzungen, kleinflächige Entzündungen der Haut und Schleimhäute. Bei großflächigen oder eitrig infizierten Wunden ist die Rücksprache mit einem Arzt erforderlich. Hametum® Hämorrhoidensalbe. Wirkstoff: Hamamelisblätter- und zweigedestillat. Anwendungsgebiete: Zur Besserung der Beschwerden in den Anfangsstadien von Hämorrhoidalleiden. Hinweis: Blut im Stuhl bzw. Blutungen aus dem Darm-After-Bereich bedürfen grundsätzlich der Abklärung durch den Arzt. Hametum® Hämorrhoidenzäpfchen 400 mg / Zäpfchen. Für Erwachsene und Heranwachsende ab 12 Jahren. Wirkstoff: Hamamelisblätter-Auszug. Anwendungsgebiete: Juckreiz, Nässen und Brennen im Afterbereich bei Hämorrhoidalleiden. Hametum® Extrakt 1,2 g / 5 ml Flüssigkeit. Wirkstoff: Hamamelisdestillat. Anwendungsgebiete: Kleinflächige Hautverletzungen und Hautentzündungen, Entzündungen des Zahnfleisches. Hinweis: Bei sich ausbreitenden Entzündungen, eitrig infizierten Wunden oder nässenden Wunden ist ein Arzt aufzu­suchen. Enthält 15 Vol.-% Alkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG – Karlsruhe

Hämorrhoiden in der
Schwangerschaft

In der Schwangerschaft ändert sich der Hormonhaushalt. Bestimmte Hormone sorgen beispielsweise dafür, dass das Bindegewebe unter anderem auch im Analbereich zur Vorbereitung auf die Geburt dehnbarer wird. Infolgedessen kommt es häufig zu einer Vergrößerung der Hämorrhoiden, die durch Verstopfung – ebenfalls ein häufiges Problem in der Schwangerschaft – begünstigt wird.

Hinzu kommen die Gewichtszunahme der Mutter und das im Schwangerschaftsverlauf zunehmende Gewicht des Kindes. Dadurch wird ein größerer Druck auf den Beckenboden ausgeübt, was die Hämorrhoidenvergrößerung begünstigen kann.

Nicht jede Schwangere entwickelt dieses Problem, die familiäre Anlage für eine Bindegewebsschwäche spielt hier auch eine Rolle.

Eine lokale Behandlung von Hämorrhoiden in der Schwangerschaft ist möglich. Wichtig ist es, dass Sie sich Ihrem Arzt anvertrauen, wenn bei Ihnen Hämorrhoidalbeschwerden in der Schwangerschaft bestehen. Gut verträglich sind dann insbesondere pflanzliche Produkte auf der Basis von Hamamelis-Zubereitungen. Die Anwendung sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt und über höchstens zwei Wochen erfolgen.

Baby schläft auf dem Bauch einer schwangeren Frau

Der besondere Tipp:

Ballaststoffe, Flüssigkeit und Bewegung fördern
eine gesunde Darmfunktion und entlasten die Hämorrhoiden

Besonders in der Schwangerschaft können Verdauungsprobleme (Verstopfung) hormonell begünstigt werden. Deshalb sind gerade dann eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Bewegung sehr wichtig, um die Hämorrhoiden zu entlasten. Je weicher der Stuhl, desto besser. Hier können Sie also ganz bewusst etwas gegen das Risiko für Hämorrhoidalleiden tun.

Hämorrhoidalleiden infolge
geringer Bewegung

Bewegungsmangel kann die Verdauung beeinträchtigen.

Manche Menschen reagieren darauf mit Verstopfung, einem begünstigenden Faktor für die Entstehung von Hämorrhoidalleiden. Durch das starke Pressen auf der Toilette vergrößern sich die Hämorrhoiden langfristig.

Jeder Mensch reagiert anders auf Bewegungsmangel. Es gibt Menschen, die sich viel bewegen, ausreichend trinken und ballaststoffreich ernähren und trotzdem unter Verstopfung leiden. Andere wiederum profitieren von einem täglichen Bewegungsprogramm. Das muss kein Leistungssport sein, bereits ein täglicher Spaziergang von 20 Minuten, am besten nach dem Essen, kann den Darm in Schwung bringen.

Wer zusätzlich „Darmsport“ betreiben möchte, sollte Ausdauertraining wie Schwimmen, Walken oder Radfahren bevorzugen.

Sportliche Tipps für den Alltag:

  • Nehmen Sie die Treppe statt des Lifts.
  • Benutzen Sie anstelle Ihres Autos häufiger Ihr Fahrrad.
  • Steigen Sie einfach einmal zwei Bushaltestellen  vor dem Ziel aus.
  • Gehen Sie nach dem Abendessen eine Runde an die frische Luft.

Mann und Frau wandern in der Sonne

Der besondere Tipp:

Training für die Schließmuskulatur

Eine straffe Muskulatur entlastet die Hämorrhoiden. Durch einfache Übungen kann man hier gezielt trainieren. Wer beispielsweise täglich 20- bis 30-mal im Rhythmus von zwei bis drei Sekunden die Aftermuskulatur zusammenzieht und wieder erschlaffen lässt, kann bereits die Schließmuskulatur stärken. Probieren Sie es aus, die Übung kann überall unbemerkt durchgeführt werden.

Die richtige Ernährung
bei Hämorrhoiden

Die richtige Ernährung kann bei Hämorrhoidalleiden zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome führen. Ziel dabei ist es, die Darmentleerung zu erleichtern. Die Umsetzung fällt gar nicht so schwer, doch was sich über Jahre hinweg eingeschlichen hat, kann man nicht von heute auf morgen ändern.

Setzen Sie sich Ziele, aber nur solche, die im Alltag realisierbar sind, und nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Gönnen Sie sich die kleinen Erfolge in der Umstellungsphase und setzen Sie sich jede Woche ein neues Ziel.

Hier ein paar Tipps:

1. Regelmäßig essen

In der ersten Woche ist Ihr Soll erfüllt, wenn Sie darauf achten, regelmäßig zu essen. Drei bis fünf kleinere Mahlzeiten sind ideal, möglichst zur ungefähr gleichen Uhrzeit und möglichst nicht nach 20 Uhr. Der Grund: Regelmäßiges Essen begünstigt eine regelmäßige Verdauung. Zu spätes Abendessen wird nicht vollständig verdaut, weil der Körper nachts herunterfährt und Regenerationsprozesse im Vordergrund stehen, nicht die Energiegewinnung.

Eine Uhr neben der Besteck liegt

2. Ballaststoffreich, aber nicht blähend essen

Alles, was den Darminhalt weicher macht und damit den Stuhlgang erleichtert, kann bei einem Hämorrhoidalleiden empfohlen werden. Das ist eigentlich recht einfach, zum Beispiel mit ballaststoffreicher Kost. Ballaststoffe finden sich in Gemüse und Salat, diese sind schnell zubereitet und sollten mittags und abends auf dem Speiseplan stehen. Morgens darf es gerne Obst sein, entweder im Müsli oder zum Brötchen, wobei Vollkornprodukte bevorzugt werden sollen. Als Faustregel gilt jedoch: Alles, was Blähungen verursacht, sollte vermieden werden. Dazu zählen Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen oder Bohnen, ebenso rohe Zwiebeln.

Eine Platte mit Äpfeln, Orangen, Papaya, Walnüssen, Rosinen und Brot

3. Ausreichend trinken

Zwei Liter Flüssigkeit am Tag können bereits zu einer besseren Verdauung beitragen. Im Alltag vergisst man oft das Trinken und abends kann man das Defizit dann nicht mehr aufholen. Stellen Sie sich deshalb eine Flasche Wasser immer an den Arbeitsplatz und eine in die Küche, die am Abend beide leer sein sollten. Kräutertees sind neben stillem Mineralwasser empfehlenswert, wohingegen kohlensäurehaltiges Wasser Blähungen begünstigt.

blonde Frau trinkt ein Glas Wasser

Der besondere Tipp:

Schlanke Ernährung entlastet

Bevorzugen Sie möglichst natürliche Lebensmittel, keine Fertigprodukte und meiden Sie:

  • Butter und Schmalz – besser hochwertiges Öl (Rapsöl, Olivenöl)
  • Wurst – besser kurz angebratenes Hühnerfleisch
  • scharf gewürzte Speisen
  • frittierte Speisen – besser Kartoffeln oder Naturgebratenes
  • Schokolade und Süßigkeiten im Allgemeinen – Gummibärchen sind erlaubt
  • Brezeln, Brot, Brötchen aus Weißmehl, Laugengebäck – besser Vollkornprodukte
  • Chips, Knabberkram allgemein – naturbelassene Mandeln in kleinen Mengen sind ein guter Sattmacher
  • Fast Food – verwöhnen Sie sich mit frisch zubereiteten Speisen

Stellen Sie Ihre Ernährung um, das entlastet nicht nur den Organismus, Sie verlieren auch Pfunde und auch das entlastet wiederum die natürliche Hämorrhoidenfunktion.

Hämorrhoidalleiden im Alter
Senioren sind häufig betroffen

Bei Senioren kommen häufig mehrere Risikofaktoren zusammen, die zu einem Hämorrhoidalleiden führen können. Zum einen verliert das Bindegewebe an Festigkeit und Elastizität, zum anderen ändern sich die Körperfunktionen mit zunehmendem Alter. Der Stoffwechsel verlangsamt sich, der Hormonhaushalt verändert sich – Faktoren, die man durch gesunde Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und tägliche Bewegung teilweise ausgleichen kann. Wichtig ist auch, dass der Stuhlgang nicht unterdrückt wird. „Müssen“ sollte jederzeit erlaub sein! Alles, was das Schwellkörpergebilde (= Hämorrhoiden) am Enddarm entlastet, lindert die Beschwerden und sorgt dafür, dass Stuhlgang und Gase nicht unwillkürlich entweichen können.

lachendes älteres Paar sitzt auf einer Sommerwiese

Der besondere Tipp:

Das individuelle Bewegungsprogramm

Wenn Sie in Ihrer Bewegung eingeschränkt sind, beispielsweise aufgrund von Hüftproblemen, Rheuma oder Arthrose, gibt es trotzdem Möglichkeiten für regelmäßigen Bewegungsausgleich. Viele Fitnessstudios haben sich bereits auf Menschen mit gesundheitlichen Problemen eingestellt und bieten Unterstützung und Begleitung durch speziell geschultes Personal und

Physiotherapeuten an. Empfehlenswert sind darüber hinaus Sportarten, die die Gelenke nicht belasten, wie Schwimmen und Radfahren. Auch die tägliche Bewegung an der frischen Luft zahlt sich in jeder Hinsicht aus – dies kann auch der Weg zum Bäcker sein.