Logo

Wundheilung

Eigenschaften der Haut

Die Haut weiss uns nicht nur rein optisch zu faszinieren. Das fast zwei Quadratmeter große Organ zeichnet sich auch durch seine beeindruckende Leistungsfähigkeit aus - dies tagaus tagein!

Im Volksmund sagt man, dass die Haut der Spiegel der Seele sei. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, welche vielfältigen Aufgaben die Haut erfüllen muss. Ihre Funktionsfähigkeit sichert unser Wohlbefinden.

In einem kleinen Stück von nur 1 × 1 Zentimeter Haut befinden sich:

  • 600.000 Hautzellen, davon 150.000 Pigmentzellen,
  • bis zu 200 sogenannte Schmerzrezeptoren,
  • 50 Rezeptoren für Kälte, Wärme und Druck (Tastsinn),
  • 1 Meter feinste Blutbahnen,
  • 4 Meter Nervenfasern,
  • 100 Schweißdrüsen,
  • 15 Talgdrüsen

Die Haut erfüllt zahlreiche Aufgaben. Erst wenn sie verletzt ist und wir die Wunde spüren, wird uns dies bewusst. Dabei lohnt es sich, ihre Funktionen täglich zu unterstützen.

Hier eine kleine Übersicht, was die Haut alles leisten muss:

1. Die Haut schützt unseren Körper

Die wichtigste Funktion der Haut ist es, das Eindringen von Krankheitserregern (Viren, Bakterien und Pilze) zu verhindern. Darüber hinaus hilft sie, Schäden durch UV-Strahlung (Sonnenlicht, Solarium) und äußere Belastungen wie Reibung (Schürfwunden), Stöße oder reizende Substanzen bestmöglich abzuwehren.

2. Die Haut als Sinnesorgan

Durch die „Sensoren“ – die Nervenfasern – in der Haut können wir Hitze und Kälte spüren und Dinge ertasten. Diese Sinneswahrnehmung ist wichtig für uns und schützt vor Gefahren. Der Griff auf die heiße Herdplatte wird sofort wahrgenommen, genau wie die Berührung mit der stacheligen Hülle einer Esskastanie.

3. Die Haut als Teil des Stoffwechselsystems

Die Haut ist im übertragenen Sinne unser Sprachrohr zur Umwelt. Sie kann Stoffe über den Schweiß nach außen abgeben oder Stoffe von außen aufnehmen. Deshalb werden zum Beispiel Arzneimittel als Pflaster eingesetzt, die dann an ganz anderer Stelle im Körper wirken. Manche Stoffwechselvorgänge laufen auch direkt in der Haut ab, wie beispielsweise die Bildung von Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht.

4. Die Haut als Regler der Körpertemperatur

Die Haut fungiert sozusagen als Klimaanlage des Körpers. Das Zusammenspiel von Schweißmenge und Hautdurchblutung ermöglicht es dem Körper, seine Temperatur zu steuern. Dies wird durch das isolierende Unterhautfettgewebe und durch die von den Haaren erzeugten Luftpolster unterstützt.

5. Die Haut als Kommunikationsorgan

Sie trägt wesentlich dazu bei, ungewollt unsere Emotionen gegenüber anderen zum Ausdruck zu bringen, zum Beispiel wenn wir blass vor Schreck werden oder vor Scham erröten. Das Aussehen und die Temperatur unserer Haut liefern uns außerdem Hinweise auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

6. Die Haut als Teil unserer Persönlichkeit

Sie bestimmt unser Erscheinungsbild mit und vermittelt einen Eindruck über unser Alter. Das fängt bei Pickeln in der Pubertät an und endet bei der Faltenbildung im Alter.

Der Aufbau der Haut

Unsere Haut besteht aus mehreren Schichten. Die oberste ist die sogenannte Epidermis oder Oberhaut. Im Gegensatz zu vielen anderen Körpergeweben kann sie sich vergleichsweise schnell regenerieren. Unter der Epidermis befindet sich die Dermis oder Lederhaut. Sie ist für die Elastizität der Haut verantwortlich. Neben eingelagerten Bindegewebsfasern befinden sich hier Schweißdrüsen, Haarfollikel und Nervenzellen.

Die Subcutis oder Unterhaut ist die tiefste Hautschicht. Sie besteht größtenteils aus Fettgewebe und wirkt damit wärmeisolierend. Die Subcutis liegt auf den Körperfaszien, den kollagenreichen Trennschichten zwischen Haut und Muskulatur und verbindet die Haut mit dem darunterliegenden Gewebe.

Wie funktioniert unsere Haut?

Die Haut des Menschen hat vielfältige Aufgaben. Diese werden von drei unterschiedlichen Hautschichten übernommen:

Die Oberhaut (Epidermis) ist aus einem mehrschichtigen Zellverband zusammengesetzt und enthält keine Blutgefäße. Die Zellen der Oberhaut erneuern sich in jungen Jahren etwa alle 28 Tage komplett, indem von der Basis neue Hautzellen gebildet werden, welche in die oberen Schichten wandern und dort ältere Zellen ersetzen. Die äußerste Schicht besteht aus Zelllagen verhornter Zellen, die mit einer Kittsubstanz verbunden sind. Diese schützt den Körper vor zu viel Wasserverlust. 

Die darunterliegende Lederhaut (Korium) besteht aus Kollagenfaserbündeln, welche die Festigkeit und Elastizität der Haut gewährleisten. Dazwischen befindet sich eine gelartige Füllsubstanz, die eine gute Wasserspeicherung ermöglicht. Die Lederhaut enthält Blutgefäße, die dazu beitragen alle Hautzellen mit Nährstoffen zu versorgen, sowie Lymphgefäße und Nervenfasern. Hinzukommen etwa 100 Schweißdrüsen, 15 Talgdrüsen, 200 Schmerzrezeptoren sowie 50 Rezeptoren für die Wahrnehmung von Kälte, Wärme und Druck (Tastsinn) pro Quadratzentimeter. Die Unterhaut (Subcutis) besteht aus lockerem Bindegewebe mit eingelagerten Fettzellen. Die Unterhaut ermöglicht die Verschiebbarkeit der Haut gegenüber dem darunterliegenden Körpergewebe. Für die Begrenzung dieser Verschiebbarkeit sorgen Bindegewebsstränge der darüber liegenden Lederhaut, die zu den darunter liegenden Faszien des Körpers ziehen. Die Fettzellen dienen als Energiespeicher, „Stoßdämpfer“ und Kälteschutz.

Wie funktioniert die Wundheilung?

Ist die Haut verwundet, liegt eine Schädigung der Oberhaut vor. Häufig ist auch die darunterliegende Lederhaut betroffen. Die natürliche Schutzbarriere der Haut ist nicht mehr intakt, durch die offene Stelle können Krankheitserreger wie Viren, Pilze oder Bakterien eindringen. Die Haut entzündet sich. Breiten sich die Erreger weiter aus, verschlimmert sich die Infektion.
Je nach Intensität der Verletzung wird bei einer oberflächlichen Wunde die Oberhaut, die sogenannte Epidermis, manchmal auch die darunterliegende Lederhaut oder Dermis, verletzt. Damit ist der natürliche Schutzmantel der Haut geschädigt, Krankheitserreger können eindringen und eine Entzündung auslösen.

Breiten sich die Erreger weiter aus, verstärkt sich die Infektion und die Wundheilung wird erschwert. Besonders reife Haut braucht hier Unterstützung. Je schneller kleinere Wunden versorgt werden und heilen, umso eher kann die Haut wieder gesund werden.

Mit dem Alter lassen die Selbstheilungskräfte der Haut nach. Daher ist es bei reifer Haut besonders wichtig, kleinere Wunden schnell zu versorgen und die Heilung zu unterstützen.

Wundarten

Im Alltag kann es schnell zu kleineren Verletzungen der Haut kommen. Bei den meisten handelt es sich um mechanisch bedingte Wunden. In diese Kategorien fallen zum Beispiel Schürfwunden nach einem Sturz, eine kleine Schnittwunde beim Gemüseschneiden oder eine Blase, weil der Schuh schlecht sitzt.

Darüber hinaus gibt es thermische Wunden, die durch Verbrennung oder Erfrierung der Haut entstehen können, oder chemische Wunden, die durch Säuren oder Laugen verursacht werden.

 

Wundheilung Schritt für Schritt: Wie kann ich kleinere Hautverletzungen selbst versorgen?

Autsch! Nicht nur bei Kindern stehen Stürze mit aufgeschürftem Knie häufig auf der Tagesordnung. Auch sportlich aktive Erwachsene, sei es auf dem (E-)Mountain-Bike oder auf dem Tennisplatz, kennen kleine Unfälle, bei denen sie Schrammen und Schürfungen davontragen. Bei Tätigkeiten im Haushalt, im Garten oder bei der Arbeit kommen bei Unachtsamkeit Blessuren wie kleine Schnittwunden ebenfalls häufig vor.

Achtung: Wann zum Arzt?

Tiefe, große, stark blutende und verschmutzte Wunden müssen immer ärztlich behandelt werden! Dies gilt auch für Bisswunden. Denn Tierbisse können zu lokalen Entzündungen führen und haben zudem eine hohe Infektionsgefahr. Der Speichel von Hunden, Katzen oder Nagetieren enthält häufig viele Keime, die über das Blut in den ganzen Körper gelangen können.

Unkomplizierte kleine Alltagsverletzungen können Sie hingegen selbst behandeln. Wie man dabei vorgeht, lesen Sie hier:

1. Wie kann ich eine Wunde versorgen?

Lassen Sie kleine Wunden ruhig kurz bluten. Dadurch werden Krankheitserreger und Schmutzpartikel aus der blutenden Wunde herausgespült, was die natürliche Wundreinigung unterstützt. Zur weiteren gründlichen Reinigung halten Sie die Wunde am besten unter fließendes Leitungswasser. Unterwegs können Sie stattdessen auch Mineral-/Trinkwasser verwenden. Achten Sie darauf, dass keine Fremdkörper, wie z. B. kleine Steinchen, Holz- oder Glassplitter, in der Wunde zurückbleiben. Diese können Sie gegebenenfalls vorsichtig mit einer Pinzette entfernen. Sollten Ihnen das Entfernen tiefsitzender Splitter nicht gelingen, wenden Sie sich am besten an Ihren Arzt.

2. Wunddesinfektion

Wie schnell soll ich eine Wunde desinfizieren? Nach der Reinigung ist es wichtig, die Wunde sofort zu desinfizieren. Ein hierfür geeignetes Wunddesinfektionsmittel erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Diese enthalten als Wirkstoffe z. B. Povidon-Jod, Polyhexanid oder Octenidin und stehen in verschiedenen Darreichungsformen zur Verfügung. Ein Wunddesinfektionsmittel sollte einen festen Platz in Ihrer Hausapotheke und auch in der Fahrrad-/Sporttasche haben.

Wie kann ich eine Wunde desinfizieren? Bitte beachten Sie, dass die Wunddesinfektionsmittel bei der Selbstbehandlung nur oberflächlich angewendet werden sollen. Sofern Sie ein Wund-Spray verwenden, besprühen Sie die Wunde und die angrenzende Hautpartien gleichmäßig. Ein Pflaster schützt die Wunde gegen Erreger von außen.

3. Was hilft der Heilung von Wunden?

Nach der Desinfektion der Wunde und sofern diese nicht mehr blutet, können Sie den natürlichen Heilungsprozess der Wunde mit einer Wund- und Heilsalbe unterstützen. Tragen Sie bei kleinen, oberflächlichen Hautverletzungen mehrmals täglich eine dünne Schicht auf die betroffene Stelle auf.  Dazu eignet sich z. B. Hametum® Wund- und Heilsalbe mit dem pflanzlichen Wirkstoff der Zaubernuss (Hamamelis). Der pflanzliche Wirkstoff aus Hamamelis wirkt entzündungshemmend und stillt kleinere Blutungen. Die reichhaltige Salbengrundlage versorgt die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und Fett. Dadurch wird die geschädigte Barrierefunktion der Haut wieder verbessert und die Wundheilung unterstützt.

4. Wichtig: Wunde beobachten!

Behalten Sie die Heilung der Wunde im Blick. Heilt sie gut? Falls Sie unsicher sind, die Wundheilung nicht vorangeht, Sie Entzündungszeichen beobachten, die Wunde gerötet ist und sich heiß anfühlt oder eitert, sprechen Sie mit einem Arzt. Denn dann liegt möglicherweise eine Infektion der Wunde vor.

5. Bitte nicht kratzen – Wundschorf belassen!

Bildet sich auf der Wunde Wundschorf, kratzen Sie diesen nicht ab. Durch das Kratzen können Erreger und Schmutz in die Wunde gelangen. Der Wundschorf dient der Haut als natürliches Pflaster. Sobald die Wunde vollständig verschorft ist, benötigen Sie also kein Pflaster mehr. Ist die Haut unter dem Wundschorf verheilt, fällt dieser von selbst ab.

6. Auf Impfschutz achten

Sie haben eine offene Wunde? Vergewissern Sie sich, ob Ihr Tetanus-Impfschutz noch aktuell ist. Sollten Sie nicht sicher sein, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen Sie den Impfschutz gegebenenfalls auffrischen.

Tipp für Katzenfreunde: Ein noch bestehender Tetanus-Impfschutz ist besonders wichtig bei Kratzwunden durch „Freigänger“-Katzen. Denn diese können mit Tetanussporen kontaminierte Erdpartikel unter den Krallen tragen.

Wundheilung fördern

Wie lange dauert es, bis Kratzer weg sind?

Kleine, oberflächliche Verletzungen, die nicht infiziert sind, heilen meist schnell und ohne Komplikationen ab. Voraussetzung ist ein geringer Gewebeverlust, eine gute Durchblutung und dass keine Keime oder Fremdkörper in der Wunde verblieben sind. Wenn die Wundränder glatt sind und genau aneinander liegen, können sie einfach wieder miteinander verwachsen. Es bleibt in der Regel nur eine kleine, strichförmige Narbe.

Die Wundheilung verläuft überlappend in drei Phasen. Sie startet innerhalb der ersten Minuten nach der Verletzung mit dem Einsetzen der Blutstillung. Dies verschließt die Wunde zunächst provisorisch und verhindert das Eindringen von Keimen. In der darauffolgenden Granulationsphase erfolgt der Wiederaufbau des defekten Gewebes. Diese erstreckt sich etwa über die erste Woche. Der neu entstandene Gewebeverbund wird in der zweiten Woche in der sogenannten Epithelisierungsphase weiter verdichtet. Bei einer normal verlaufenden Wundheilung ist diese etwa nach drei Wochen abgeschlossen.

Wie kann man Wundheilung unterstützen?

Um die Wundheilung zu beschleunigen, sollte die betroffenen Stelle zunächst sanft unter fließendem Leitungswasser gereinigt werden und dann möglichst sauber bleiben. Eventuelle kleine Fremdkörper sind mit einer Pinzette vorsichtig zu entfernen. Danach sollte die Wunde mit einem geeigneten Wunddesinfektionsmittel desinfiziert werden. Der Bereich der Wunde sollte geschont werden, damit die Haut sich optimal regenerieren kann.

Was stört die Wundheilung?

Wenn eine Wunde nach vier Wochen immer noch nicht abgeheilt ist, liegt eine verzögerte Wundheilung vor. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Menschen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus), Durchblutungsstörungen (z. B. Schaufensterkrankrankheit) oder chronischer Venenschwäche, einem beeinträchtigten Immunsystem und dauerhafter Einnahme bestimmter Arzneimittel sind häufiger davon betroffen. Auch Mangelernährung und hohes Alter können mit einer schlechten Wundheilung einhergehen.

Wie heilen Wunden schneller?

Hametum® Wund- und Heilsalbe hilft bei kleinen Verletzungen. Der enthaltene Wirkstoff Hamamelis sorgt für eine bessere Heilung der Wunde. Er wirkt gegen Entzündungen und Juckreiz und stillt kleinere Blutungen. Die reichhaltige Salbengrundlage versorgt die Haut mit Fett und Feuchtigkeit und hilft so, die geschädigte Hautbarriere wiederaufzubauen.

Trockene und empfindliche Haut im Alter

Mit zunehmendem Alter produziert die Haut weniger Kollagen, das für die Elastizität der Haut sorgt. Die reife Haut verliert an Spannkraft, auch, weil sie immer weniger Feuchtigkeit speichern und Fett produzieren kann. Falsche Pflege kann die Haut zusätzlich austrocknen.

Talg- und Schweißdrüsen sorgen für einen Schutzfilm auf der Haut, der von natürlichen Hautbakterien zersetzt wird. Dabei sinkt der pH-Wert, das Maß für den sauren oder basischen Charakter, vom basischen in den sauren Bereich ab, was Krankheitserreger und Reizstoffe daran hindert, in die Haut einzudringen. Die Funktion der Schweiß- und Talgdrüsen lässt im Alter nach, der Schutzfilm wird dünner und die Haut damit anfälliger für Eindringlinge und Reizstoffe. Auch zu häufiges oder heißes Waschen mit den falschen Mitteln stört den natürlichen Schutz der Haut. Die Haut wird anfällig, spannt und juckt. Es bilden sich Schuppen und die Haut neigt eher zu Entzündungen.

Richtig Händewaschen und pflegen

Die richtige Hygiene unserer Hände ist eine wirkungsvolle Maßnahme, um sich, seine Mitmenschen und vor allem seine Liebsten vor schlimmen Krankheitserregern zu schützen.
Doch die intensive Reinigung durch häufiges Händewaschen oder Desinfizieren hinterlässt auch Spuren: Sie stresst die Haut und schädigt deren natürliche Schutzbarriere enorm. Denn Wasser und Seife beseitigen nicht nur Viren und andere Krankheitserreger. Sie lösen und entfernen auch die natürliche Schutzschicht aus Fetten, Säuren und gesunden Bakterien. Die Folge: Die Haut wird trockener, fühlt sich rau an, sie juckt und neigt zu Rötungen. Ohne regelmäßige Pflege verschlimmern sich Hautbild und Beschwerden zusehends. Eine wirkungsvolle Hilfe, die man nach der Reinigung einsetzen kann, bietet das Kosmetikum Hametum® Medizinische Hautpflege. 

Wundheilung bei Kindern

Empfindliche Babyhaut

In den ersten Lebensmonaten ist die Babyhaut sehr empfindlich. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen ist die Oberhaut (Epidermis) eines Neugeborenen deutlich dünner als bei Erwachsenen. Zum anderen fehlt der Babyhaut in den ersten Lebensmonaten noch die gute Verzahnung von Oberhaut und der darunterliegenden Schicht, der Lederhaut (Dermis). Dadurch besitzt die Haut beim Baby eine geringere Stabilität. Gegenüber mechanischen Belastungen, insbesondere Scherkräften, wie sie z. B. beim Entfernen eines Pflasters entstehen, ist sie daher sehr empfindlich. Hinzukommt, dass der schützende Säuremantel der Haut bei den Kleinen noch sehr labil ist. Nach Kontakt mit auslaugenden (alkalischen) Waschsubstanzen dauert es bei einem Baby viel länger bis er den gewünschten pH-Wert wieder erreicht hat. Verletzungen können bei kleinen Kindern daher schlimmere Folgen haben als bei Erwachsenen.

Daher sollte man Wunden bei Kindern immer aufmerksam beobachten. Auch wenn eine Wunde Zeichen von Entzündung und möglicherweise einer Infektion aufweist, also zunehmend gerötet, sehr warm und geschwollen ist, werden sich nicht alle Kinder bemerkbar machen. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung auf umliegendes Gewebe oder sogar im Blutkreislauf ausbreiten kann. Dann ist eine ärztliche Untersuchung unbedingt erforderlich.

Behalten Sie die Wundheilung bei Ihrem Sprössling daher bitte im Blick und informieren Sie auch die weiteren Betreuungspersonen hierüber.

Welche Salbe eignet sich bei Schürfwunden bei Kleinkindern?

Hametum® Wund- und Heilsalbe eignet sich zur Behandlung kleinerer Verletzungen wie Schürf- und Schnittwunden. Der Wirkstoff aus der Zaubernuss, botanisch Hamamelis virginiana, fördert die Wundheilung bei Kindern, wirkt gegen Entzündungen und Juckreiz und stillt kleinere Blutungen. Die reichhaltige Salbengrundlage versorgt die Haut mit Fett und Feuchtigkeit.

Übrigens: Hametum Wund- und Heilsalbe kann bereits beim Säugling angewendet werden – bewährt auch bei wundem Baby-Po (Windeldermatitis).

Wie behandelt man Schürfwunden bei Kindern?

Ist die Schürfwunde klein und nur wenig verschmutzt, reicht es aus, diese mit Wasser abzuspülen und offen heilen zu lassen. Bei größeren Schürfwunden sollte nach der ersten Reinigung eine sterile Kompresse aufgelegt werden. Sind die Schürfwunden sehr großflächig, lassen Sie Ihr Kind ärztlich versorgen.

Ist die Wunde stark verschmutzt, muss diese gründlich gereinigt und auch möglichst desinfiziert werden. Für Kinder geeignete Wunddesinfektionsmittel, die nicht brennen, erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Am besten haben Sie diese immer in Ihrer Hausapotheke vorrätig und nehmen sie auch auf Ausflüge mit.

Wie versorgt man Schnittwunden bei Kindern?

Lassen Sie kleine, oberflächliche Schnittverletzungen kurz bluten, damit Schmutz und Keime herausgespült werden. Dann desinfizieren Sie die Wunde mit einem geeigneten Wunddesinfektionsmittel. Mit einem Wundschnellverband (Pflaster) lassen sich die glatten Wundränder aneinanderlegen, so dass die kleine Schnittwunde gut abheilen kann. Ist die Schnittwunde tiefer oder blutet stark, bringen Sie Ihr Kind bitte zu einem Arzt.

Wann muss ich mit meinem Kind zum Arzt?

  • Wenn kein Tetanusschutz vorliegt;  im Impfpass des Kindes nachschauen. Bitte beachten Sie: Die Impfung sollte mit 5 bis 6 Jahren gemacht worden sein, danach alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
  • Bei größeren oder tieferen Wunden (tiefer als 5 mm)
  • Bei größeren oder tieferen Wunden an Händen oder Füßen – Gefahr von Sehnenverletzungen
  • Bei größeren oder tieferen Wunden an Gelenken – Infektionsgefahr des sterilen Gelenkes
  • Bei Bisswunden – hohe Infektionsgefahr wegen des mit Keimen belasteten Speichels von Tieren
  • Bei Verletzungen an den Augen oder an den Genitalien
  • Achtung: Bei stark blutenden Wunden bitte direkt einen Arzt kontaktieren. Als Erstmaßnahme kann ein Druckverband helfen.

Hametum Wund- und Heilsalbe ist ideal zur Behandlung kleinerer Verletzungen wie Schürf- und Schnittwunden, sowie bei anspruchsvoller reifer Haut.

Wenn es um die Therapie von Hautproblemen geht, hat sich eine Pflanze besonders bewährt – und das seit hunderten von Jahren.