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Dünnhäutig im Alter

Wenn reife Haut empfindlicher wird

Bei jedem Menschen treten im Lauf des Lebens sichtbare Veränderungen des Hautbildes auf. Wie lange unsere Haut attraktiv und gesund aussieht, hängt stark von Umwelteinflüssen ab. Zur Abwehr schädigender Reize finden in der Haut permanent Reparaturprozesse statt. Mit dem Älterwerden nimmt deren Regenerationsfähigkeit jedoch deutlich ab. Die Folgen sind sicht- und spürbar: Reife Haut neigt zu Trockenheit, sie wird dünner, brüchiger und damit leicht verletzlich. Bereits kleinste Verletzungen können Keimen und Allergenen eine Eintrittspforte bieten. Das ist dann kein kosmetisches Problem, die geschädigte reife Haut benötigt medizinische Hilfe. Hametum® Wund- und Heilsalbe mit dem wertvollen Wirkstoff aus der Zaubernuss (bot. Hamamelis virginiana) kann reife empfindliche Haut bei der Wundheilung unterstützen.

Wie funktioniert unsere Haut?

Die Haut des Menschen hat vielfältige Aufgaben. Diese werden von drei unterschiedlichen Hautschichten übernommen:

Die Oberhaut (Epidermis) ist aus einem mehrschichtigen Zellverband zusammengesetzt und enthält keine Blutgefäße. Die Zellen der Oberhaut erneuern sich in jungen Jahren etwa alle 28 Tage komplett, indem von der Basis neue Hautzellen gebildet werden, welche in die oberen Schichten wandern und dort ältere Zellen ersetzen. Die äußerste Schicht besteht aus Zelllagen verhornter Zellen, die mit einer Kittsubstanz verbunden sind. Diese schützt den Körper vor zu viel Wasserverlust. 

Die darunterliegende Lederhaut (Korium) besteht aus Kollagenfaserbündeln, welche die Festigkeit und Elastizität der Haut gewährleisten. Dazwischen befindet sich eine gelartige Füllsubstanz, die eine gute Wasserspeicherung ermöglicht. Die Lederhaut enthält Blutgefäße, die dazu beitragen alle Hautzellen mit Nährstoffen zu versorgen, sowie Lymphgefäße und Nervenfasern. Hinzukommen etwa 100 Schweißdrüsen, 15 Talgdrüsen, 200 Schmerzrezeptoren sowie 50 Rezeptoren für die Wahrnehmung von Kälte, Wärme und

Druck (Tastsinn) pro Quadratzentimeter. Die Unterhaut (Subcutis) besteht aus lockerem Bindegewebe mit eingelagerten Fettzellen. Die Unterhaut ermöglicht die Verschiebbarkeit der Haut gegenüber dem darunterliegenden Körpergewebe. Für die Begrenzung dieser Verschiebbarkeit sorgen Bindegewebsstränge der darüber liegenden Lederhaut, die zu den darunter liegenden Faszien des Körpers ziehen. Die Fettzellen dienen als Energiespeicher, „Stoßdämpfer“ und Kälteschutz.

Wie altert unsere Haut?

Der natürliche Alterungsprozess beginnt bereits in der Mitte des dritten Lebensjahrzehnts.

Dahinter stecken eine Vielzahl unterschiedlicher Veränderungen:

So wird der Erneuerungsprozess der Hautzellen in der Oberhaut immer langsamer, anstelle von etwa 28 Tagen im jugendlichen Alter dauert dieser bei 60-Jährigen mit 60 bis 70 Tagen doppelt so lang. Die Epidermiszellen haben zudem eine kürzere Lebenserwartung, sodass die Dicke der Oberhaut abnimmt. Auch die Zusammensetzung der Kittsubstanzen zwischen den Hornzellen verändert sich. Die dünne Haut ist nicht mehr so dicht wie in jungen Jahren

In der Lederhaut nehmen Anzahl und Qualität der elastischen und kollagenen Fasern ab. Dadurch verliert die Haut an Spannung und Elastizität. Die Anzahl der Blutgefäße nimmt ab, die Haut wird schlechter durchblutet. Natürliche Feuchthaltefaktoren gehen verloren, sodass die Haut die Feuchtigkeit immer weniger halten kann. Die Talgdrüsen sondern weniger Talg, die Schweißdrüsen weniger Schweiß ab. Dadurch verändert sich die Zusammensetzung und der Gehalt an Lipiden der obersten Hautschicht. Der schützende Hydrolipidfilm auf der Haut wird dünner, reißt stellenweise auf und kann die Hautoberfläche nicht mehr komplett bedecken. Die Summe dieser Veränderungen führt zu einer gestörten Barrierefunktion. Dadurch entwickelt sich eine empfindliche Haut.

Warum altert die Haut bei manchen Menschen schneller?

Das Leben hinterlässt Spuren – auch auf unserer Haut.  Wie schnell wir äußerlich altern, hängt nur teilweise von unseren Genen, zum weitaus größeren Teil hingegen von schädigenden Umwelteinflüssen und ungünstigem Lebensstil, ab. Wem es gelingt, die Belastung durch äußere „Altmacher“ weitgehend auszuschalten, der sieht länger jung und frisch aus. Wer sich jedoch ohne Sonnenschutz häufig in der prallen Sonne aufhält, tut seiner Haut nichts Gutes. Die Belastung durch die UV-Strahlung summiert sich im Lauf des Lebens und führt zu stärkerer Hautalterung. Während die energiereichen UV-B-Strahlen Strukturen in der Oberhaut zerstören, durchdringen UV-A-Strahlen die Oberhaut und richten bevorzugt Schäden an den elastischen und kollagenen Fasern in der Lederhaut an. Typisches Beispiel sind intensive Solariumbesucher, welche vor allem durch die UV-A-Schädigung tiefe Runzeln und Falten entwickeln.

Weitere Faktoren, die eine Hautalterung begünstigen, sind zu wenig Schlaf, ungesundes Essen, Alkohol oder Rauchen. Diese verursachen in unserem Körper biologischen Stress und schädigen dadurch das Erbmaterial in den Zellen. Geschieht dies im Übermaß, hat es negative Folgen. Denn während im jugendlichen Alter die nötigen Reparaturen täglich schnell und mit wenig Fehlern erfolgen können, nimmt die Regenerationsfähigkeit der Zellen mit zunehmendem Alter ab, die Fehlerquote bei der Reparatur zu. Die Alterungsprozesse sind daher kein reines Schönheitsproblem.

Was sind typische Merkmale reifer Haut?

Kleine Trockenheitsfältchen bilden sich in der Oberhaut und deutlich tiefere Falten graben sich in die Lederhaut ein. Die Spannkraft reifer Haut lässt stark nach. Sinkt der Wassergehalt unter 10 % – der Normalwert liegt bei ca. 20 % – ist die Haut trocken und schuppig. Sie ist zudem dünner und fühlt sich rau an. Es entstehen kleine Einrisse mit Rötungen. Alltägliche Einflüsse, die man in jungen Jahren problemlos verkraftet hat, z. B. raue Textilien, Kältereize oder häufiges Händewaschen, können jetzt zu starken Irritationen der Haut führen. Auch die Neigung zu allergischen Reaktionen der Haut nimmt zu. 

Dies mindert die Lebensqualität mitunter sehr: Betroffene leiden unter unangenehmem Spannungsgefühl und Juckreiz. Die Symptome sind bei trockener Luft und überheizten Räumen besonders ausgeprägt. Wird der Juckreiz zu stark, neigen die meisten schnell dazu, sich zu kratzen. Dadurch wird es noch schlimmer. Die schützende Barrierefunktion der Haut wird zusätzlich beschädigt und damit noch anfälliger für Verletzungen und das Eintreten von Keimen. Ein Zustand, welcher nicht nur kosmetisch störend wirkt, sondern medizinisch relevante Folgen haben kann. Daher ist es bei reifer Haut besonders wichtig, kleinere Wunden schnell zu versorgen und die Wundheilung mit qualitativ hochwertigen Präparaten zu unterstützen. 

Menschen 60plus sind häufig betroffen

Dass empfindliche trockene Haut bei Älteren häufig vorkommt und auch Risiken birgt, zeigen aktuelle Daten, welche im Rahmen beruflicher Vorsorgeuntersuchungen bei 48.630 Berufstätigen in Deutschland erhoben wurden: Fast 40 % der untersuchten Personen über 60 Jahre hatten eine empfindliche trockene Haut. Das Risiko für die Entwicklung entzündlicher Hautreaktionen und damit einhergehender Folgeerkrankungen der Haut war in diesen Fällen deutlich erhöht.[1] 

Wie hilft Hametum® Wund- und Heilsalbe reifer Haut?

Das Arzneimittel Hametum® Wund- und Heilsalbe mit dem Wirkstoff aus der Zaubernuss (Hamamelis virginiana) eignet sich zur Behandlung kleinerer Hautverletzungen, z. B. von Schürf- und Schnittwunden insbesondere bei Menschen mit reifer empfindlicher Haut.

Die pflanzliche Salbe enthält als Wirkstoff ein Destillat aus den Blättern und Zweigen von Hamamelis virginiana, der virginischen Zaubernuss. Der pflanzliche Wirkstoff fördert die Wundheilung, hemmt die Entzündung und dadurch den Juckreiz und stillt kleinere Blutungen. Die reichhaltige Salbengrundlage versorgt die empfindliche reife Haut mit Fett und Feuchtigkeit und hilft so, die geschädigte Hautbarriere wiederaufzubauen. 

Dass die Behandlung mit Hametum® Wund- und Heilsalbe den Zustand empfindlicher reifer Haut signifikant bessert und die quälenden Symptome positiv beeinflusst, zeigte eine klinische Studie. In diese waren Patienten im Durchschnittsalter von 62,5 Jahre mit dermatologisch nachgewiesener trockener und rissiger Haut eingeschlossen. Nach 4-wöchiger Behandlung (Anwendung der Salbe 2 x täglich) nahmen Hautfettgehalt und Hautfeuchtigkeit an den untersuchten Hautarealen statistisch signifikant zu, wobei die Effekte bereits nach zwei Wochen voll ausgeprägt waren. Hautschuppung und kleine Einrisse der Haut (Fissuren) bildeten sich zurück, die Beschwerden wie Spannungsgefühl, Rauheit und Juckreiz verbesserten sich deutlich. Die Hautverträglichkeit der Hamamelis-Salbe wurde aus dermatologisch-allergologischer Sicht als „sehr gut“ bewertet.[2] 

Als Ergänzung zur Behandlung mit Hametum® Wund- und Heilsalbe bietet sich Hametum® Medizinische Hautpflege an. Als leichte und schnell einziehende Creme eignet sich das Kosmetikum für die sanfte Ganzkörperpflege der reifen Haut und ist dabei sehr gut verträglich. 

 

 

 

[1] Quelle: Augustin. M. et al. Prevalence, predictors and comorbidity of dry skin in the general population. J Eur Acad Dermatol Venereol  2019 Jan;33(1):147-150. doi: 10.1111/jdv.15157.


[2] Quelle: Welzel, J et al. Z Phytother 2005; 26(1): 6-13. DOI: 10.1055/s-2005-865245.