Pflichtangaben: Hametum® Wund- und Heilsalbe. Wirkstoff: Hamamelisdestillat. Anwendungsgebiete: Leichte Hautverletzungen, kleinflächige Entzündungen der Haut und Schleimhäute. Bei großflächigen oder eitrig infizierten Wunden ist die Rücksprache mit einem Arzt erforderlich. Hametum® Hämorrhoidensalbe. Wirkstoff: Hamamelisblätter- und zweigedestillat. Anwendungsgebiete: Zur Besserung der Beschwerden in den Anfangsstadien von Hämorrhoidalleiden. Hinweis: Blut im Stuhl bzw. Blutungen aus dem Darm-After-Bereich bedürfen grundsätzlich der Abklärung durch den Arzt. Hametum® Hämorrhoidenzäpfchen 400 mg / Zäpfchen. Für Erwachsene und Heranwachsende ab 12 Jahren. Wirkstoff: Hamamelisblätter-Auszug. Anwendungsgebiete: Juckreiz, Nässen und Brennen in den Anfangsstadien von Hämorrhoidalleiden. Hametum® Extrakt 1,2 g / 5 ml Flüssigkeit. Wirkstoff: Hamamelisdestillat. Anwendungsgebiete: Kleinflächige Hautverletzungen und Hautentzündungen, Entzündungen des Zahnfleisches. Hinweis: Bei sich ausbreitenden Entzündungen, eitrig infizierten Wunden oder nässenden Wunden ist ein Arzt aufzu­suchen. Enthält 15 Vol.-% Alkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG – Karlsruhe

Unsere Haut
Unser größtes Organ

Im Volksmund sagt man, dass die Haut der Spiegel der Seele sei. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, welche vielfältigen Aufgaben die Haut erfüllen muss. Ihre Funktionsfähigkeit sichert unser Wohlbefinden.

In einem kleinen Stück von nur 1 × 1 Zentimeter Haut befinden sich:

  • 600.000 Hautzellen, davon 150.000 Pigmentzellen,
  • bis zu 200 sogenannte Schmerzrezeptoren,
  • 50 Rezeptoren für Kälte, Wärme und Druck (Tastsinn),
  • 1 Meter feinste Blutbahnen,
  • 4 Meter Nervenfasern,
  • 100 Schweißdrüsen,
  • 15 Talgdrüsen sowie
  • 5 Haare.

Das leistet unsere Haut
Organ mit vielfältigen Aufgaben

Die Haut erfüllt zahlreiche Aufgaben und erst wenn sie verletzt ist, spüren wir das. Deshalb lohnt es sich, ihre Funktionen zu unterstützen. Hier eine kleine Übersicht, was die Haut alles leisten muss:

Hametum bei Entzündungen, kleinen Verletzungen, trockener Haut

Die Haut schützt unseren Körper

Die wichtigste Funktion der Haut ist es, das Eindringen von Krankheitserregern (Viren, Bakterien und Pilze) zu verhindern. Darüber hinaus hilft sie, Schäden durch UV-Strahlung (Sonnenlicht, Solarium) und äußere Belastungen wie Reibung (Schürfwunden), Stöße oder reizende Substanzen bestmöglich abzuwehren.

Die Haut als Sinnesorgan

Durch die „Sensoren“ – die Nervenfasern – in der Haut können wir Hitze und Kälte spüren und Dinge ertasten. Diese Sinneswahrnehmung ist wichtig für uns und schützt vor Gefahren. Der Griff auf die heiße Herdplatte wird sofort wahrgenommen, genau wie die Berührung mit der stacheligen Hülle einer Esskastanie.

Die Haut als Teil des Stoffwechselsystems

Die Haut ist im übertragenen Sinne unser Sprachrohr zur Umwelt. Sie kann Stoffe über den Schweiß nach außen abgeben oder Stoffe von außen aufnehmen. Deshalb werden zum Beispiel Arzneimittel als Pflaster eingesetzt, die dann an ganz anderer Stelle im Körper wirken. Manche Stoffwechselvorgänge laufen auch direkt in der Haut ab, wie beispielsweise die Bildung von Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht.

Die Haut als Regler der Körpertemperatur

Die Haut fungiert sozusagen als Klimaanlage des Körpers. Das Zusammenspiel von Schweißmenge und Hautdurchblutung ermöglicht es dem Körper, seine Temperatur zu steuern. Dies wird durch das isolierende Unterhautfettgewebe und durch die von den Haaren erzeugten Luftpolster unterstützt.

Die Haut als Kommunikationsorgan

Sie trägt wesentlich dazu bei, ungewollt unsere Emotionen gegenüber anderen zum Ausdruck zu bringen, zum Beispiel wenn wir blass vor Schreck werden oder vor Scham erröten. Das Aussehen und die Temperatur unserer Haut liefern uns außerdem Hinweise auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Die Haut als Teil unserer Persönlichkeit

Sie bestimmt unser Erscheinungsbild mit und vermittelt einen Eindruck über unser Alter. Das fängt bei Pickeln in der Pubertät an und endet bei der Faltenbildung im Alter.

Der Aufbau der Haut
Unsere Hautschichten

schematischer Aufbau der Haut

schematischer Aufbau der Haut

Unsere Haut besteht aus mehreren Schichten. Die oberste ist die sogenannte Epidermis oder Oberhaut. Im Gegensatz zu vielen anderen Körpergeweben kann sie sich vergleichsweise schnell regenerieren.
Unter der Epidermis befindet sich die Dermis oder Lederhaut. Sie ist für die Elastizität der Haut verantwortlich. Neben eingelagerten Bindegewebsfasern befinden sich hier Schweißdrüsen, Haarfollikel und Nervenzellen.

Die Hypodermis oder Unterhaut ist die tiefste Hautschicht. Sie besteht größtenteils aus Fettgewebe und wirkt damit wärmeisolierend. Die Hypodermis liegt auf den Körperfaszien, den kollagenreichen Trennschichten zwischen Haut und Muskulatur und verbindet die Haut mit dem darunterliegenden Gewebe.

Was lässt die Haut altern?
Individueller Alterungsprozess

Jede Haut ist individuell. So schreitet auch ihr Alterungsprozess unterschiedlich schnell voran. Neben der Beschaffenheit der Haut und der erblichen Veranlagung wirken sich auch ihre Pflege und Beanspruchung auf diesen Prozess aus. UV-Strahlung und Luftverschmutzung haben darauf ebenso Einfluss wie der individuelle Lebensstil.

Wie läuft dieser Alterungsprozess ab?

Zunächst verlangsamt sich der Stoffwechsel in den Zellen. Die Produktion von Elastin und Kollagen, welche die Haut straff halten, nimmt ab. Damit lässt auch die Elastizität nach. Auch der Abtransport von Pigmenten geht nur noch langsam voran, was die Bildung sogenannter Altersflecken begünstigt. Die Haut ist immer schlechter in der Lage, Wasser zu speichern. Das Gewebe wird schlaffer und Falten entstehen. Produzieren Schweiß- und Talgdrüsen in der Pubertät im Übermaß, fährt diese Funktion im Alter auf ein Minimum zurück. Damit fehlt der Haut ihre natürliche Befeuchtung, die für den Aufbau ihrer Schutzschicht unerlässlich ist. Das lässt die Haut trocken und rau werden und beeinträchtigt ihre Schutzfunktion. Viele ältere Menschen neigen außerdem dazu, zu wenig zu trinken. Fehlende Flüssigkeit und eine altersbedingte schlechtere Durchblutung wirken sich negativ auf die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Haut aus.